Reisebericht Lisa und Max Kyburz ZWEITER TEIL

15.09.2022

Nun beginnt der zweite Teil unserer einmaligen Reise. Wir freuen uns, dass Du dabei bist und dich für unserere Erlebnisse interessierst. Ich bin überzeugt, wir werden Dir wieder viele fantastische Bilder zeigen, sowie von genialen Erlebnissen erzählen können.

16.09.2022

Neustart in Los Angeles!

17.09.2022

Planmässig am 15.09.22 in LA gelandet. Erste Nacht im Hotel, dann unser Motorhome abgeholt und wieder der Pacific-Küste entlang nach süden. Heute in San Diego unser südlichstes Ziel erreicht. Nun wieder Richtung Norden bis Los Angeles unterwegs. Am Sonntag ist Kirche (Gottesdienst) zusammen mit Beckerts angesagt.

(Bild:) San Diego beim „Cabrillo [Spanischer Seefahrer] Monument“

21.09.2022

Nachdem wir nun die ganze Westküste (Pazifikküste) von Nord bis Süd auf der Route 101 und der legendären Hwy Nr. one abgefahren sind gehts jetzt mehr oder weniger auf der Route 66 (sixty-six) Richtung osten bis Chicago. Jedenfalls dort wo sie noch vorhanden ist. Das Fernziel ist Boston im November.

Bevor wir die Westküste verlassen, verbringen wir mit Beckerts nochmals einen Tag am Strand. Am 20. September verlassen wir nun die Area Los Angeles definitiv. Nachdem wir die Berge nördlich von LA überquert haben, sind wir in einer riesigen sehr fruchtbaren Ebene angekommen. Die ganze Landwirtschaftsfläche, welche wir durchquerten ist halb so gross wie die ganze Schweiz.

ca. 400 Kilometer nahezu geradeaus.

Das Ziel ist der Yosemite Nationalpark. Den Park zu erreichen brauchten wir 2 Tage. Heute am 21.09.22 unserem 48 Hochzeitstag übernachten wir im Nationalpark.

Die Aussicht an unserem heutigen Schlafplatz:

23.09.2022

Der Park war ein sehr schönes Erlebnis. Das ganze Yosemite Valley ist sehr imposant. Vor Millionen von Jahren durch einen Gletscher geformt. Ja, du hast recht. Solches gibt es in der Schweiz auch zu sehen. Nur ist hier alles viel grösser und wegen den riesigen Distanzen so (Touristisch) angelegt, dass man mit dem Auto (Motorhome) überall hin oder durchfahren kann.

Am Morgen beim Aufwachen:

Ausserhalb des Parks git es eine alte Dampfeisenbahn. Von einem Schweizer, Max Stauffer im 1931 gegründet. Die Fahrt mit der „Yosemite Mountain Sugar Pine Railroad“ war ein cooles Erlebnis. Gegründet wurde die Bahn um den Holzfällern der Abtransport der rieseigen und schweren gefällten Bäume zu erleichtern. Der Tageslohn eines Holzfällers war damals bei einem Dollar pro Tag. Auch wenn man die Teueruung bis heute berücksichtigen würde, es bleibt nicht wirklich viel fürs Leben.

Die Nacht verbrachten wir auf 3000 MüM am Tanaya Lake innerhalb des Parks. Am morgen war es minus 7 Grad.

Wir fahren weiter Richtung süd/ost. Am Samstag werden wir das Death Valley durchqueren.

25.09.2022

In den letzten Wochen haben wir, vor allem hier im Staat Californien oft negative Erlebnise mit den Campgrounds und den Parks gemacht. Wenn du zu einem Campground kommst um für einen Platz für einen Nacht zu fragen, erhält man fast ohne Ausnahme die Gegenfrage, „Have you a reservation?“ „no?“ „sorry, we are full!“ Ohne Vorausreservation bekommt man praktisch nirgends Platz. Das passierte uns sogar in den Parks. Beim Einfahren in den Yosemite Park, die gleiche Frage. Die nette Dame am Zahlhäuschen hat uns dann aber doch eingelassen, sogar zum Rentnerpreis 🙂 vielleicht hatte sie erbarmen mit uns zwei alten? Später habe ich dann probehalber versucht eine Reservation zur Parkeinfahrt zu machen. Das war aber gar nicht so einfach. Zuerst musst du auf einem Internetportal einen Account (Konto) einrichten. Da gibts schon das erste Problem. Die Eingabe der Telefonnummer ist zwingend, natürlich funktionierts mit einer ausländischen Nummer nicht. Das System sagt, diese Nummer gibt es nicht, „sorry, invalid number“. Also habe ich es mit einer Fantasienummer versucht. Beim ungefähr 20. Versuch habe ich offensichtlich eine zufällig gültige Nummer von irgendjemandem in der USA eingegeben. Account kreiert. Dann der Versuch einer Reservation. Hat zwar geklappt, aber das System sagt mir an welchem Tag und zu welcher Zeit ich mich vor dem Zahlhäuschen einzufinden habe. Bei meinem Versuch am 21. sagte das System, „26. Sptember, 06.00 Uhr“ Vorher gibt es kein Zeitfenster. Nun ja, bis jetzt sind wir trotzdem durchgekommen. Die Hauptsaison ist jetzt vorbei und es wird einfacher werden. Allerdings der wichtige Vermerk, das ist uns nur im Staat California wiederfahren. Vorher auf unserer Reise nirgends.

26.09.2022

Wegen Strassensperren infolge Unwetter, war die Strasse von unserem Campground durchs Death Valley nach Las Vegas gesperrt. Durchs Death Valley gibts nur eine Strasse, die 190iger. Um trotzdem ins Tal zu kommen, mussten wir das Death Valley grossräumig, das meint 500 Km, umfahren um dann von der anderen Seite einfahren zu können. Dann die Erleichterung, im Tal waren die interessanten Punkte zu erreichen. Müssen nun aber leider auf der gleichen Strecke das Tal wieder verlassen. Heute Nacht bleiben wir auf einer Aussichtsplattform auf dem Parkplatz in 1800 MüM mit fantastischer aussicht auf das ganze Valley. Die absolute Dunkelheit gibt eine fantastische Sicht auf die Sterne.

Death Valley
Auf dem Salzsee am Badwaterpoint 85 Meter unter dem Meeresspiegel
Im golden Canyon
Aussicht vom Schlafplatz. Die nördliche Hälfte vom Death Valley

Unterwegs beim Fahren spürte ich, dass etwas mit den Reifen nicht ganz in Ordnung ist. Sofort angehalten und kontrolliert. Der Reifen vorne rechts ist defekt. Der hält nicht mehr lange durch. Aber heute ist Sonntag und wir sind mitten im Death Valley. Wir haben dann die Fahrt mit verminderter Geschwindigkeit fortgesetzt. Heute werde ich dann ganz zuerst ein Tire repair Shop suchen um den Reifen auswechseln zu lassen. Hoffentlich hält er noch so lange durch. Grenzt an ein Wunder, dass er bei der grossen Umfahrung auf der Autobahn mit Geschwindigkeiten teils über 120 Kmh und der Hitze bei 40 Grad mitgehalten hat.

Am Montag nach Google Map zum nächsten Pneuhändler in „Pahrump“ 100 Km vom Death Valley entfernt. Laut dem Händler sind im Reifengummi Stahldrähte vom Stahlgürtelreifen gerissen (Materialfehler). Eine Frage der Zeit, eher kurz als lang, und der Pneu wäre explosionsartig geplatzt. Während unserem ausgedehnten Mittagessen wurde der Reifen ersetzt. Inzwischen sind wir in Las Vegas angekommen. Wer erratet die erste Frage die uns auf dem Campground gestellt wurde 😉

Am Abend in der Down Town von Las Vegas

eines der unzähligen Casinos
ein ganz kleiner Teil des Innenlebens
Paris in Las Vegas

Wir werden jetzt ein par Tage hier bleiben. Wenn ich im Casino genug gewonnen habe zum Weiterreisen, dann …………..

Natürlich nicht!!! Ich mache grundsätzlich keine Glückspiele. Das Geld verprassen, überlass ich lieber den andern!

27.09.2022

Heute am Hooverdam. Grenze Nevada und Arizona. Jetzt ohne Witz: Der Grossvater vom Prasident Hoover, damals noch Huber, Einwanderer aus der Schweiz (Oberkulm AG), war der Cousin meines Grossvaters. Also wenn ich es mir recht überlege, sollte da mindestens ein Stein nach mir benannt sein.
Soll jetzt aber niemand sagen, dass ich Grössenwahnsinnig bin 😉

Der Damm
Der Stausee, gespeist vom Colorado River

29.09.2022

Wir fahren weiter nach „Bullhead City“ und zweigen dort ab auf die Route 66.

Nun sind wir unterwegs auf dieser legendären Route. Während dem Schreiben auf einem Camoground in „Seligman“. Dieser Strasse (66) werden wir jetzt mit verschiedenen Unterbrüchen bis nach Chicago folgen. Morgen gehts weiter zum Grand Canyon.

Zwischenhalt in Williams

01.10.2022

An unserem Hochzeitstag wollten wir programmgemäss eigentlich nach Hawaii fliegen. Einige Umstände hatten gegen dieses Vorhaben gesprochen. Anstelle dessen entschieden wir uns heute für einen Helikopterflug über dem Grand Canyon. Es war absolut genial. Ich bin beeindruckt über das Ausmass dieser Schlucht. Was die Natur in den Millionen von Jahren zustande bringt. An den Felsstruckturen an kann man (unserem Gide gemäss) erkennen, wo vor 12 Millionen Jahren die Meereshöhe lag.

für 45 Minuten lang UNSER Helikopter
Der Colorado River

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FORTSETZUNG FOLGT

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